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Grimaldi Lines Premium Sales Agent

Reisebericht mit dem Frachtschiff "Grande Amburgo" der Grimaldi Lines
1) Abfahrthafen:
Die Einschiffung in Le Havre war vollkommen unkompliziert. Das An- und Ablegen in Le Havre ist wegen einer Schleuse sehr zeitaufwendig. Auf der Strecke um die Bretagne herum hatten wir starken Sturm (8-10) und alles flog durcheinander. Wer nicht so gerne mit dem Schiff fährt, sollte dann doch besser in Bilbao einsteigen. Auch hier ging alles sehr unkompliziert und ohne Hektik.

2) Zugang zum Fahrzeugdeck:
Dieser war hier trotz des anfänglichen Hinweises, immer einen Offizier zu verständigen und nie alleine zu gehen, uneingeschränkt möglich.

3) Mitnahme von Gepäck:
Wir konnten das halbe Auto ausräumen und alles mit in die Kabine nehmen.

4) Verpflegung:
Das Essen an Bord der Grande Amburgo ist ausgezeichnet. Es gibt mittags und abends 3-4 Gänge, mindestens 1 Gang ist Pasta, oft dazu noch ein Steak, Salat und Gemüse. Zu trinken gibt es immer eine Karaffe Wein und Wasser. Beides können wir hier immer nachbestellen, genauso den Espresso oder Kaffee, welchen man sich auch zwischendurch selber in der Küche machen kann. Das Frühstück ist eher mediterran knapp gehalten. Es gibt Cornflakes, Kaffee, Tee und manchmal etwas Marmelade und 1 Sorte Aufschnitt. Wir sind froh, eigene Sachen für 3 Wochen dabei zu haben.

5) Kabinen:
Wir sind überglücklich, eine Außenkabine mit Fenster genommen zu haben. Die Fenster lassen sich öffnen und wir haben hier immer frische Luft und einen wunderschönen Blick aufs Meer. Die (überlaute) Lüftung haben wir (wie die meisten an Bord) mit Küchenrolle und Paketklebeband (unbedingt mitnehmen!) zugeklebt. Der Mehrpreis ist auf jeden Fall hierfür gerechtfertigt. Es reicht allerdings eine Außenkabine mit Etagenbetten (wenn das überhaupt angeboten wird). Das untere davon ist breit genug für 2 Personen und man kann das obere hochgeklappt lassen. In 2-Bett Kabinen lassen sich die Betten nicht zusammenstellen! Eine Innenkabine ist nicht zu empfehlen. Da keine Außenlüftung möglich ist, muss die Luft über eine furchtbar laute Lüftung zugeführt werden. Außerdem müssen Passagiere der Innenkabinen oftmals Medizin gegen Seekrankheit einnehmen, da sie keinen Blickkontakt nach draußen haben. Alle Kabinen auf der Grande Amburgo haben Fernseher, jedoch lassen sich nur italienische Programme empfangen.

6) Kommunikation:
Senden und Empfangen von Emails und Fax ist möglich, aber kompliziert und teuer. 1000kb kosten 1 Euro, also wäre das Senden von Bildern ziemlich teuer. Wir haben ein Iridium-Satellitentelefon über welches wir unsere Emails bequem von der Kabine aus (geht nur wenn Fenster vorhanden) senden und empfangen. Das Gerät funktioniert weltweit unabhängig von Mobilfunknetzen und ist heute gar nicht mehr so teuer. Für eine Reise durch Südamerika empfiehlt es sich sowieso. Info darüber gibt es bei uns (info@tourfactory.de) oder bei info@trophy-tec.de.


7) Sicherheitslage in afrikanischen Häfen:
In afrikanischen Häfen, besonders in Conakry und Freetown empfiehlt es sich, das Fahrzeugdeck während der Verladearbeiten sporadisch oder aber durch abwechselnd eingeteilte Wachen ständig zu überwachen. Da dies besonders während der Nacht ziemlich ungemütlich ist, zumal die Luft auf den Decks aufgrund der Abgase kaum atembar ist, haben wir die Mannschaft schon bei der Einschiffung mit "geeigneten Mitteln" angespornt, besonders gut auf unsere Fahrzeuge aufzupassen, was dann auch geschah. Dazu kam noch, dass unser Deck nur solange geöffnet war, bis die Verladearbeiten von diesem Deck erledigt waren. Ansonsten blieb es verschlossen und somit gesichert.
Ein Landgang war in allen Häfen möglich. In Conakry und Freetown haben wir aufgrund der unsicheren Lage darauf verzichtet.

8) Ankunft in Südamerika:
Bzgl. der Fahrzeuge ist die Sicherheitslage in den südamerikanischen Häfen eher entspannt. Landgänge waren auch uneingeschränkt möglich.
Die Ankunft in Buenos Aires entwickelte sich allerdings zur Geduldsprobe. Obwohl wir vor 3km dem Zielhafen standen, brauchten wir noch ganze 3 Tage, bis das Schiff endlich anlegte. Der Grund war, dass vorher noch über den Rio del Plata der Hafen von Zarate angefahren werden musste und das Schiff längere Zeit auf Einfahrtgenehmigung warten musste. Danach ging es erst mal wieder an Buenos Aires vorbei Richtung offenes Meer, um eine Wendemöglichkeit zu finden. Dann endlich wurde der Zielhafen angefahren. Die gesamte Überfahrt dauerte so 4 Wochen und 2 Tage.

9) Allgemeiner Hinweis: Wer meint, er macht hier eine Kreuzfahrt, der hat sich getäuscht. Man ist gewissermaßen geduldeter Mitfahrer und muss sich den Gepflogenheiten an Bord unterwerfen. Also ist Meckern über Essen oder Unterkunft nicht angesagt, auch wenn man meint, viel für die Reise bezahlt zu haben. An jedem Container verdient Grimaldi mehr, als an einem Passagier, auf welchen man nur aufzupassen hat. Als Gegenleistung kann man sich auf dem Schiff fast uneingeschränkt bewegen und bekommt einen Einblick in Dinge, welche den Passagieren auf Luxusdampfern verborgen bleiben. Und bei schönem Wetter kann man hier genauso gut mit einem Glas Wein im Liegestuhl an Deck sitzen und den Sonnenuntergang betrachten.

Wer weitere Auskünfte haben möchte, kann sich gerne auch direkt an uns wenden.
Die Email Adresse lautet: info (a) tourfactory.de.
Unsere Reiseberichte können von unserer Homepage (www.tourfactory.de) auf der Seite: "Fotoalbum, aktuelle Reiseberichte" runtergeladen werden.

Viele Grüße

Helmut Ginster

1) Abfahrthafen:
Die Einschiffung in Le Havre war vollkommen unkompliziert. Das An- und Ablegen in Le Havre ist wegen einer Schleuse sehr zeitaufwendig. Auf der Strecke um die Bretagne herum hatten wir starken Sturm (8-10) und alles flog durcheinander. Wer nicht so gerne mit dem Schiff fährt, sollte dann doch besser in Bilbao einsteigen. Auch hier ging alles sehr unkompliziert und ohne Hektik.

2) Zugang zum Fahrzeugdeck:
Dieser war hier trotz des anfänglichen Hinweises, immer einen Offizier zu verständigen und nie alleine zu gehen, uneingeschränkt möglich.

3) Mitnahme von Gepäck:
Wir konnten das halbe Auto ausräumen und alles mit in die Kabine nehmen.

4) Verpflegung:
Das Essen an Bord der Grande Amburgo ist ausgezeichnet. Es gibt mittags und abends 3-4 Gänge, mindestens 1 Gang ist Pasta, oft dazu noch ein Steak, Salat und Gemüse. Zu trinken gibt es immer eine Karaffe Wein und Wasser. Beides können wir hier immer nachbestellen, genauso den Espresso oder Kaffee, welchen man sich auch zwischendurch selber in der Küche machen kann. Das Frühstück ist eher mediterran knapp gehalten. Es gibt Cornflakes, Kaffee, Tee und manchmal etwas Marmelade und 1 Sorte Aufschnitt. Wir sind froh, eigene Sachen für 3 Wochen dabei zu haben.

5) Kabinen:
Wir sind überglücklich, eine Außenkabine mit Fenster genommen zu haben. Die Fenster lassen sich öffnen und wir haben hier immer frische Luft und einen wunderschönen Blick aufs Meer. Die (überlaute) Lüftung haben wir (wie die meisten an Bord) mit Küchenrolle und Paketklebeband (unbedingt mitnehmen!) zugeklebt. Der Mehrpreis ist auf jeden Fall hierfür gerechtfertigt. Es reicht allerdings eine Außenkabine mit Etagenbetten (wenn das überhaupt angeboten wird). Das untere davon ist breit genug für 2 Personen und man kann das obere hochgeklappt lassen. In 2-Bett Kabinen lassen sich die Betten nicht zusammenstellen! Eine Innenkabine ist nicht zu empfehlen. Da keine Außenlüftung möglich ist, muss die Luft über eine furchtbar laute Lüftung zugeführt werden. Außerdem müssen Passagiere der Innenkabinen oftmals Medizin gegen Seekrankheit einnehmen, da sie keinen Blickkontakt nach draußen haben. Alle Kabinen auf der Grande Amburgo haben Fernseher, jedoch lassen sich nur italienische Programme empfangen.

6) Kommunikation:
Senden und Empfangen von Emails und Fax ist möglich, aber kompliziert und teuer. 1000kb kosten 1 Euro, also wäre das Senden von Bildern ziemlich teuer. Wir haben ein Iridium-Satellitentelefon über welches wir unsere Emails bequem von der Kabine aus (geht nur wenn Fenster vorhanden) senden und empfangen. Das Gerät funktioniert weltweit unabhängig von Mobilfunknetzen und ist heute gar nicht mehr so teuer. Für eine Reise durch Südamerika empfiehlt es sich sowieso. Info darüber gibt es bei uns (info@tourfactory.de) oder bei info@trophy-tec.de.

7) Sicherheitslage in afrikanischen Häfen:
In afrikanischen Häfen, besonders in Conakry und Freetown empfiehlt es sich, das Fahrzeugdeck während der Verladearbeiten sporadisch oder aber durch abwechselnd eingeteilte Wachen ständig zu überwachen. Da dies besonders während der Nacht ziemlich ungemütlich ist, zumal die Luft auf den Decks aufgrund der Abgase kaum atembar ist, haben wir die Mannschaft schon bei der Einschiffung mit "geeigneten Mitteln" angespornt, besonders gut auf unsere Fahrzeuge aufzupassen, was dann auch geschah. Dazu kam noch, dass unser Deck nur solange geöffnet war, bis die Verladearbeiten von diesem Deck erledigt waren. Ansonsten blieb es verschlossen und somit gesichert.
Ein Landgang war in allen Häfen möglich. In Conakry und Freetown haben wir aufgrund der unsicheren Lage darauf verzichtet.

8) Ankunft in Südamerika:
Bzgl. der Fahrzeuge ist die Sicherheitslage in den südamerikanischen Häfen eher entspannt. Landgänge waren auch uneingeschränkt möglich.
Die Ankunft in Buenos Aires entwickelte sich allerdings zur Geduldsprobe. Obwohl wir vor 3km dem Zielhafen standen, brauchten wir noch ganze 3 Tage, bis das Schiff endlich anlegte. Der Grund war, dass vorher noch über den Rio del Plata der Hafen von Zarate angefahren werden musste und das Schiff längere Zeit auf Einfahrtgenehmigung warten musste. Danach ging es erst mal wieder an Buenos Aires vorbei Richtung offenes Meer, um eine Wendemöglichkeit zu finden. Dann endlich wurde der Zielhafen angefahren. Die gesamte Überfahrt dauerte so 4 Wochen und 2 Tage.

9) Allgemeiner Hinweis: Wer meint, er macht hier eine Kreuzfahrt, der hat sich getäuscht. Man ist gewissermaßen geduldeter Mitfahrer und muss sich den Gepflogenheiten an Bord unterwerfen. Also ist Meckern über Essen oder Unterkunft nicht angesagt, auch wenn man meint, viel für die Reise bezahlt zu haben. An jedem Container verdient Grimaldi mehr, als an einem Passagier, auf welchen man nur aufzupassen hat. Als Gegenleistung kann man sich auf dem Schiff fast uneingeschränkt bewegen und bekommt einen Einblick in Dinge, welche den Passagieren auf Luxusdampfern verborgen bleiben. Und bei schönem Wetter kann man hier genauso gut mit einem Glas Wein im Liegestuhl an Deck sitzen und den Sonnenuntergang betrachten.

Wer weitere Auskünfte haben möchte, kann sich gerne auch direkt an uns wenden.
Die Email Adresse lautet: info (a) tourfactory.de.
Unsere Reiseberichte können von unserer Homepage (www.tourfactory.de) auf der Seite: "Fotoalbum, aktuelle Reiseberichte" runtergeladen werden.

Viele Grüße

Helmut Ginster

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